Urban Guerillas

D 2003, 87 min
Regie: Neco Çelik
Mit: İlke Üner, Sofia Bavas, Felix Kaspar Calypso, Kida Ramadan, Serpil Turhan, İdil Üner,  Neco Çelik, Ingeborg Westphal, Bülent Akıl, Kubilay Sarikaya

Episoden Film über den Alltag Jugendlicher in Berlin-Kreuzberg: Danger und Kaspar sind beide aus ihren Graffiti-Crews geflogen und planen nun gemeinsam ein neues Projekt. Doch Kapar hält Danger irrtümlicherweise für einen Jungen. B-Boy Bülent wird von seiner Freundin zum Heiraten gedrängt und möchte doch viel lieber den ganzen Tag breaken. Ozan und Madlen wollen für ihr neugegründetes Label Kreuzberger Rapper unter Vertrag nehmen.

Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Neco Çelik und den Schauspielern İlke Üner, İdil Üner

Vorstellung: Fr, 14.10., 18.00 Uhr, Ballhaus Naunynstraße

Hinter der Tür

D 2003, 15 min
Regie: Neco Çelik
Mit: Jale Arıkan, Richy Müller, Recai Hallaç

Eine junge Frau, die sich in Berlin ohne Papiere durchschlägt, trifft auf einen Zivilfahnder. Eine Taxifahrt in Berlin nimmt ein überraschendes Ende…

 

 

Vorstellung: Fr, 14.10., 18.00 Uhr, Ballhaus Naunynstraße

Lebewohl, Fremde

BRD 1990/91, 76 min
Regie: Tevfik Başer
Mit: Grazyna Szapolowska,  Müşfik Kenter, Gustav-Peter Wöhler, Badi Uzzaman, Ayup Khan Din
Mit einer Einführung von Tunçay Kulaoğlu

Gemeinsam mit einem Pakistani und einem Afrikaner haust der Asyl suchende Türke Deniz in einem Bauwagen an der nordfriesischen Küste. Eines Tages lernt Deniz die deutsche Fotografin Karin kennen. Sie lebt in einem heimeligen Bauernhaus auf einer nahe gelegenen Hallig. Obwohl keiner von ihnen die Sprache des anderen versteht, verlieben die beiden sich ineinander. Als Deniz abgeschoben werden soll, versteckt Karin ihn in ihrem Haus. Eine Sturmflut zwingt die beiden schließlich, ihren Unterschlupf zu verlassen. Nach seiner Abschiebung landet Deniz in einem türkischen Gefängnis – wenig später erfährt Karin von seinem Tod.

Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Tevfik Başer.

Vorstellung: Sa, 15.10., 20.00 Uhr, Kino Eiszeit – TICKETS KAUFEN

Abschied vom falschen Paradies

BRD 1988/89, 92 min
Regie: Tevfik Başer
Mit: Zuhal Olcay, Brigitte Janner, Ruth Olafsdóttir, Barbara Morawiecz, Ayşe Altan
Mit einer Einführung von Tunçay Kulaoğlu

Eine wegen Totschlags an ihrem Mann inhaftierte junge Türkin findet im Gefängnis zu sich selbst und durch die Solidargemeinschaft der Frauen Anschluss an die bundesdeutsche Realität. Als sie wegen guter Führung vorzeitig entlassen wird, droht die Abschiebung in die Türkei und damit die Auslieferung an Zwänge, die überwunden schienen.

Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Tevfik Başer.

Vorstellung: Fr, 14.10., 20.00 Uhr, Ballhaus Naunynstraße – TICKETS KAUFEN

40 qm Deutschland

BRD 1986, 76 min
Regie: Tevfik Başer
Mit: Özay Fecht, Yaman Okay, Demir Gökgöl, Mustafa Gülpınar, Grit Mackentanz

Als sie von ihrem Mann Dursun, einem türkischen Gastarbeiter, aus ihrem kleinen Dorf
in der Türkei nach Hamburg geholt wird, ist die junge Turna voller Neugierde auf ihre neue Heimat. Aber ihr konservativer Mann, der den Lebenswandel der deutschen für unmoralisch und verdorben hält, gewährt ihr keinerlei Freiheit: Er sperrt Turna in der kleinen Hinterhofwohnung ein und verbietet ihr jeden Kontakt zur Außenwelt. Als Reaktion auf ihre Isolation flüchtet Turna sich zunehmend in eine Traumwelt. Das Versprechen ihres Mannes, wenigstens ein einziges Mal mit ihr auszugehen, endet für Turna in einer herben Enttäuschung. Mit ihrer Schwangerschaft geht für Dursun schließlich sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Dann aber stirbt Dursun völlig unerwartet – und Turna, die kein Wort Deutsch spricht und keinen Menschen kennt, bleibt alleine in der fremden neuen Heimat zurück.

Anschließend Gespräch mit dem Regisseur Tevfik Başer und der Schauspielerin Özay Fecht

Vorstellung: Do, 13.10., 20.00 Uhr, Kino Eiszeit – TICKET KAUFEN

Almanya Acı Vatan / Deutschland Bittere Heimat

TR 1978, 90 Min., OmU
Regie: Şerif Gören
Mit: Hülya Koçyiğit, Rahmi Saltuk, Mine Tokgöz, Fikriye Korkmaz, Suavi Eren
Mit einer Einführung von Tunçay Kulaoğlu

Güldane verbringt gerade ihren Sommerurlaub in ihrem Dorf in der Türkei, als sie Mahmut kennenlernt, der davon träumt nach Deutschland zu gehen. Er bietet ihr viel Geld für eine Scheinehe an, die Güldane ohne zu überlegen akzeptiert. Nach der Trauung fährt Güldane zurück nach Deutschland. Kurze Zeit später kommt Mahmut nach. Güldane, die an nichts anderes als ans Geldverdienen denkt, zeigt zuerst überhaupt kein Interesse an Mahmut. Erst als sie vor der penetranten Anmache eines Türken keine Rettung mehr weiß, nähert sie sich Mahmut. Doch die vorsichtige Annäherung bringt fatale Folgen mit sich…

 

Die Filmreihe Gegen die Leinwände präsentiert vier Filme von Şerif Gören, in dessen Gesamtwerk die deutsch-türkische Arbeitsmigration eine besondere Rolle spielt wie bei keinem anderen Regisseur aus der Türkei. Bevor dem Altmeister des türkischen Kinos mit Yol (Der Weg, Goldene Palme Cannes 1982) der internationale Durchbruch gelang, setzte er 1978 mit Almanya Acı Vatan (Deutschland, bittere Heimat) Maßstäbe in der filmischen Erzählung der Arbeitsmigration. Zehn Jahre später, 1988, war er erneut in der Mauerstadt und drehte die groteske Komödie Polizei sowie im Auftrag des Senders Freies Berlin die beiden experimentellen Dokumentarfilme Kırmızı Yeşil (Rot Grün) und Patates Soğan (Kartoffel Zwiebel).

Vorstellung: Do, 13.10., 18.00 Uhr, Ballhaus Naunynstraße